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Britisches Dorf zwingt Google zur Umkehr

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Cura
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Beitrag von Cura » 05.04.2009, 16:01

Die Privatsphäre ist ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht und weder in den jeweiligen Einzelfällen und auch nicht insgesamt wie hier erörtert über das Kunsturhebergesetz regelbar.

Schlimm daran finde ich persönlich, dass der Einzelne sich mit einer Privatfirma rumstreiten muss, wo eventuell sein Recht auf Privatsphäre anfängt und wo es möglicherweise endet.

Und dann kommen dann Statements wie: Wer sich erkennt und reklamiert wird unkenntlich gemacht. Und wer entfernt eventuell bereits erstellte Kopien?

Diese Statements sind genauso irreführend und rechtsunwirksam wie z. B. der Disclaimer: Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt.

Ein Bekannter von mir lebt in Spanien in einer Enklave in die keine Maus ohne Genehmigung reinkommt. Alles Geldsäcke unter sich und alles hermetisch abgeriegelt. Kein Knacki hatte in der Vergangenheit eine Chance irgendwas auszukundschaften ohne aufzufallen. Jahrelang ist dort nichts passiert.

In den letzten Jahren häufen sich dort Einbrüche und Überfälle. Es besteht der begründete Verdacht, dass G zum Ausspionieren genutzt wird.

Gesetzgebung und Rechtsprechung hinken ja bekanntlich immer hinterher. Und seit Internet ist es nach meiner Auffassung dringend notwendig, dass auch z. B. der Begriff der Privatsphäre neu definiert wird.

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catcat
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Beitrag von catcat » 05.04.2009, 19:40

Cura hat geschrieben:...

Ein Bekannter von mir lebt in Spanien in einer Enklave in die keine Maus ohne Genehmigung reinkommt. Alles Geldsäcke unter sich und alles hermetisch abgeriegelt. Kein Knacki hatte in der Vergangenheit eine Chance irgendwas auszukundschaften ohne aufzufallen. Jahrelang ist dort nichts passiert.

In den letzten Jahren häufen sich dort Einbrüche und Überfälle. Es besteht der begründete Verdacht, dass G zum Ausspionieren genutzt wird.

...
Da stellt sich aber erstmal die Frage: Wer hat das google-coche da reingelassen?
Und: Kann eine Betreibergesellschaft (meist gehören diese "Reichen-Ghettos" ja nem Unternehmen, die für das Ambiente sorgt) die Bilder wieder entfernen lassen?

Cura
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Beitrag von Cura » 05.04.2009, 20:38

Ne Catcat, alles von oben. Die Bilder sind so gut, dass man schon fast erkennen kann, was es zum Frühstück gab.

Wer sich innerhalb des Areals bewegt glaubt sich in einem Irrgarten. überall 2,50 Meter hohe Mauern. Das Gelände ist voller Kameras. Jeder Hubschrauber , jedes tieffliegende Flugzeug wird gefilmt. Es ist immer ein Sicherheitsdienst im Gelände, der auch die Besucher kontrolliert und erst mal nachfragt, ob jemand passieren darf.

Von oben kann wunderbar nachvollziehen, über welche Mauer man auf welches Grundstück gelangt, wie man wieder rauskommt und wo die 150 000 Euro Kutschen abgestellt sind und und und.

Und nachts sind bekanntlich alle Katzen grau.

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Fridaynite
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Beitrag von Fridaynite » 05.04.2009, 20:47

Da denke ich doch gleich an die ehemalige Finca von Kashoggi. Da ist das so. Die kontrollieren da jeden, der rein und raus fährt. Schauen auch sauber in den Kofferraum rein und sind aber sehr freundlich ansonsten. Da wohnen jede Menge Leute, die keine Publicity suchen. Die haben da sogar dem Iglesias kein Grundstück verkauft, weil sie nicht wollten, dass da irgendwelche Fans von dem auftauchen.

Hasenhuf
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Beitrag von Hasenhuf » 05.04.2009, 21:38

Cura hat geschrieben:Die Privatsphäre ist ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht und weder in den jeweiligen Einzelfällen und auch nicht insgesamt wie hier erörtert über das Kunsturhebergesetz regelbar.
Natürlich regelt das Kunsturhebergesetz das nicht alles. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß nicht jede Abbildung von einer Person bzw. die Veröffentlichung dieser Abbildung rechtswidrig ist. Daran ändert auch ein Recht auf Privatsphäre nichts. Möglich aber, daß die von Dir beschriebene Situation in jedem Fall einen Verstoß darstellt, daß kann ich letztendlich nicht beurteilen. Daraus ergibt sich aber nicht, daß streetview grundsätzlich rechtswidrig ist, wie es, vorsichtig ausgedrückt, hier suggeriert wird.
Cura hat geschrieben:Schlimm daran finde ich persönlich, dass der Einzelne sich mit einer Privatfirma rumstreiten muss, wo eventuell sein Recht auf Privatsphäre anfängt und wo es möglicherweise endet.
Es wäre schön, wenn es eine vorauseilende unfehlbare Instanz gäbe, die umfassend Recht wahren und durchsetzen kann. Leider gibt es so was nicht und wenn eine Firma einen in seinem Recht verletzt, muß man gegen diese Firma vorgehen. Daß es gut wäre, wenn diese Situation z.B. durch entsprechende Gesetze verbessert werden könnte, will ich nicht abstreiten, im Gegenteil.
Cura hat geschrieben:Und dann kommen dann Statements wie: Wer sich erkennt und reklamiert wird unkenntlich gemacht. Und wer entfernt eventuell bereits erstellte Kopien?

Diese Statements sind genauso irreführend und rechtsunwirksam wie z. B. der Disclaimer: Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt.
Auf unsachliche oder falsche, aus dem Zusammenhang gerissene, Statements, mit unsachlichen oder falschen, aus dem Zusammenhang gerissenen, Argumenten zu reagieren, ist aber nicht unbedingt förderlich.

Auch könnte besonders das erste Statement durchaus für ein freiwilligen Verzicht auf etwas stehen, was zulässig wäre. Dem wäre so, wenn eine (konkrete) Abbildung zulässig ist und google dennoch die Möglichkeit einräumt, die Abbildung entfernen zu lassen. Wer weiß, ob solche Zugeständnisse überdacht werden, wenn öffentlich daraus abgeleitet wird, die Abbildungen seine schon von vornherein unzulässig, weil es sonst solche Zugeständnisse nicht geben würde.
Cura hat geschrieben:Gesetzgebung und Rechtsprechung hinken ja bekanntlich immer hinterher. Und seit Internet ist es nach meiner Auffassung dringend notwendig, dass auch z. B. der Begriff der Privatsphäre neu definiert wird.
Cura hat geschrieben:Ne Catcat, alles von oben. ...
Satelliten- und Luftbilder kann man auch privat seit langer Zeit kaufen, schon viel länger als es google und geschweige denn google maps oder google earth gibt. Google oder das Internet stehen da in keiner besonderen Position, außer man will auf Verbreitung und Bekanntheit hinaus. Dies hätte allerdings etwas von Maschinenstürmerei.

Cura
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Beitrag von Cura » 06.04.2009, 04:39

Alles klar Hasenhuf, daran hatte ich jetzt nicht gedacht.

Was so ein richtig professioneller Knacki ist, der bestellte sich vor G erst mal hochoffiziell Topkartenmaterial aus dem All, auf dem dann noch fast jeder Liegestuhl am Pool erkennbar war. Möglichst von der gesamten iberischen Halbinsel und den dazugehörigen Inseln und schaute sich dann zuhaus in Ruhe an, wo es sich lohnen könnte einzusteigen.

Genauso würden es auch wahrscheinlich die ganzen rumänischen, bulgarischen Banden machen, die an der Küste unterwegs sind, wenn es denn G nicht gäbe. G steht da in keiner besonderen Positition, wenn man mal davon absieht, dass es nichts kostet, umfassend und bequem ist und die Nutzung keinerlei nachverfolgbare Spuren hinterlässt.

Hasenhuf
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Beitrag von Hasenhuf » 06.04.2009, 08:28

Ich weiß nicht was für Vorstellungen Du hast, wie solches (Foto-)Material beschaffen war/ist und zu beschaffen war/ist. Ein Knacki, der auf die Idee kommt sowas zu Nutzen, hatte eventuell etwas mehr Motivation sich zu informieren und wird festgestellt haben, daß er für ein paar bare nicht rückverfolgbare Deutsche Mark im nächsten Computerladen bekommt was er will.

Nebenbei bieten nicht nur Unternehmen sondern auch etliche Gemeinden oder Verbände kostenlos online, oder gegen relativ wenig Geld elektronisch oder auf Papier, Satelliten- und Luftbilder an. Und, wer hätte das gedacht, niemand will dafür den Perso sehen.

Wie die Situation in anderen Ländern ist kann ich nicht sagen aber oft sind dort auch bei google nicht mal Straßen zu erkennen. Und wenn doch, hat google sicher nicht das Monopol darauf.

guppy
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Beitrag von guppy » 06.04.2009, 15:59

Das Problem hat noch ganz andere Facetten. Die Bauämter der Landkreise sollen jetzt schon googleearth nutzen um Schwarzbauten zu finden. Nun ist das ja bei bestimmten Sachen sicherlich auch sinnvoll, aber wenn dann wegen eines Hundezwingers, der überdacht wurde, ein Strafverfahren eingeleitet wird( ist hier wirklich passiert), oder weil die Fassade nach der Sanierung nicht mehr dem Bebauungsplan entspricht, sondern eine Nuance zu farbig ist, dann wird es schon persönlich.
Gegen die Luftbildaufnahmen kann man nichts machen und bei allen anderen Fotos und Filmchen, die von öffentlich zugänglichen Plätzen gemacht werden wohl auch nicht.
Ich vermute mal, da muss man sich mit einer Bitte auf Löschung an den Veröffentlicher wenden.

BennyDuck
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Beitrag von BennyDuck » 06.04.2009, 19:30

catcat hat geschrieben:Was ich ja immer noch nicht verstanden habe, ist das ganze Konzept dieses Streetview.
Wozu soll das Privatpersonen was nützen?

Ist das für die Loser, damit die sehen können, welche Villen am Elbstrand stehen?
Google arbeitet ja sehr direkt mit der amerikanischen Version, von unserem BND mit. Da wird irgendwann mal, das Problem auftauchen. Die billigen Daten kommen an die Öffentlichkeit, allerdings die guten behalten die Amerikaner für sich.

raphael
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Beitrag von raphael » 18.08.2010, 09:15

Ich finde, das Problem ist nicht Streetview direkt, sondern Google, Facebook und all die anderen in der Summe. Wenn man sich ansieht über welche Datenschutz-Themen heute nicht mal mehr gesprochen wird, weil es niemanden mehr interessiert, dann erkannt man eine ganz klare Linie: Mit der Salamitaktik wird uns von Tag für Tag ein wenig von unseren Rechten abgeschnitten. Und das hört ja nicht heute auf, sondern setzt sich in der Zukunft fort.

Zusätzlich ist problematisch, dass nur sehr wenige Menschen überhaupt wissen, welche Datenmengen von Google oder anderen Anbietern gehortet werden und was man damit machen kann.

Mir persönlich ist es vollkommen egal, ob mein Haus in Streetview zu sehen ist. Und mir ist auch vollkommen egal, was Google über mich persönlich und mein Verhalten im Web weiss. Aber ich werde mein Haus trotzdem verpixeln lassen um wenigstens symbolisch zu sagen: STOP!

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Beitrag von unknownsoul » 18.08.2010, 09:34

Warum ist das Kamerateam wieder abgezogen? Hätten ja staatliche Hilfe in Anspruch nehmen können. Wäre ihr gutes Recht, wenn denn die Aktion rechtlich einwandfrei gewesen wäre.
Sowas macht man auch aus taktischen Gründen, wenn man kein weiteres Aufsehen erregen will. Das muss ja nicht immer was mit Recht zu tun haben.

Margin
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Beitrag von Margin » 18.08.2010, 09:52

Der Link von Hasenhuf bringt's doch eigentlich auf den Punkt:
wikipedia hat geschrieben:[...]
Am 6. August 2004 trat jedoch § 201a Strafgesetzbuch (StGB) („Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“) in Kraft[10], der unter bestimmten Umständen schon für das bloße Erstellen eine Kriminalstrafe vorsieht. Danach wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wer

* (1) von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt Bildaufnahmen herstellt oder überträgt [...]
Max Müller fotografiert mein Haus und damit mich groß und deutlich erkennbar in meiner Wohnung. Er veröffentlicht das Bild. Auf seiner Seite finde ich den Hinweis: Sollte eines der Bilder ... bla bla ...

Interessiert uns wirklich das bla bla?

Google fotografiert mein Haus und mich groß und deutlich erkennbar in meiner Wohnung. Google veröffentlicht das Bild. Auf der Seite finden wir: Sollte eines der Bilder ... bla bla ...

Warum in drei Teufels Namen sollte mich nun das bla bla von Google mehr interessieren als das von Max Müller? Weil die Google heißen muss ich nun Angst haben, kuschen, artig machen, was die sagen und darf das ganze nicht zur Anzeige bringen? :o

Alda
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Beitrag von Alda » 18.08.2010, 11:46

catcat hat geschrieben:Was ich ja immer noch nicht verstanden habe, ist das ganze Konzept dieses Streetview.
Wozu soll das Privatpersonen was nützen?
Nicht nützen, ganz im Gegenteil. Du bist einer der wenigen hier die wissen, in welcher Liga ich" spiele" und jetzt überleg Dir mal, wie einfach es ist, die Hausnummern abzugleichen und was ich damit dann marketingtechnisch anfangen könnte (und vielleicht auch würde :oops: ). Das entsprechend hochgerechnet, wäre flächendeckendes Streetview der absolute Overkill für jeden Hausbesitzer.

Meiner persönlichen Meinung nach wird Streetview in jeder Beziehung zu einem Desaster geraten, nicht nur für Google. Sobald etwas möglich ist, finden sich Hunderte, Tausende oder vielleicht Zehntausende die es erst einmal tun.

Anonymous

Beitrag von Anonymous » 18.08.2010, 12:28

habt ihr euch denn auch schon alle "ausgetragen" -> google.de/streetview

is recht simpel, den Link "Unkenntlichmachung beantragen" anklicken, dann gibt man die Adresse ein, es erscheint die google maps Karte, man zieht den marker auf sein Haus/Grundstück, im nächsten Schritt kann man noch weitere Infos zum Haus geben, also Farbe etc., dann gibt man mailadresse und seinen Namen an. Dann schicken die einem eine Mail und einen Brief. Sobald der Brief da ist klickt man in der Mail den Link und gibt den Code aus dem Brief an... und scho wieder gibts nen weiteren schwarzen Fleck bei streetview...

achja, muss nicht vom hauseigentümer gemacht werden, ein Mieter kann das auch veranlassen.

Hobby_SEO79
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Beitrag von Hobby_SEO79 » 18.08.2010, 12:40


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