fefe schreibt:
Also erst mal, was mir ja gar nicht klar war: wenn ich ein Konzert spiele, also meine eigene Musik vorführe, werden dafür GEMA-Gebühren fällig. Das ist ja an sich schon grotesk. Nun sollte man denken, wenn ich da meine eigene Musik vorführe, dann schüttet die GEMA das auch an mich wieder aus. Das ist aber nicht so.
Wikipedia schreibt:
Die Mitgliedschaft in der GEMA ist notwendigerweise freiwillig, da die sich aus dem Urheberrecht automatisch ergebenden Rechte zunächst ausschließlich dem Urheber vorbehalten sind und die Wahrnehmung derselben nur von diesem an eine andere natürliche oder juristische Person übertragen werden können. (Das Urheberrecht selbst ist in Deutschland nicht übertragbar). Es bleibt einem Urheber also vorbehalten, seine Rechte selbst wahrzunehmen oder dies der GEMA zu übertragen.
sowie:
Für die öffentliche Aufführung von urheberrechtlich geschützten musikalischen Werken aus dem so genannten „Weltrepertoire“ der GEMA müssen Lizenzvergütungen an die GEMA abgeführt werden...
Ich verstehe das jetzt so, dass wenn Musik gespielt wird, deren Urheber nicht bei der GEMA Mitglied sind, diese auch keine Gebühren kostet. Also gegenteilig zu dem was fefe meint.
Allerdings bin ich genauso erschrocken über den Verteilungsschlüssel der GEMA. Es kann ja nicht sein, dass einzelne mehr profitieren als andere, außer sie leisten auch mehr. In meinen Augen sollten x% in den allgemeinen Pott und y% direkt an den fließen, der die Gebühren einspielt, falls man unbedingt einen sozialen Faktor realisieren möchte. Aber im Grunde verstehe ich das GEMA-Modell nicht. Warum überhaupt diese soziale Faktor?
In meinen Augen ist die GEMA eine ABM, die durch eine automatisierte Internetseite genauso geleistet werden könnte und das viel billiger.