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Außenprüfung Finanzamt

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GuterRat
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Beitrag von GuterRat » 05.01.2013, 20:35

Hallo,

wäre klasse wenn jemand Tipps oder schon Erfahrungswerte für mich hat wie ich mit folgender Situation umgehen soll:

Vorab, ich weis Unwissenheit und Naivität schützt vor Strafe nicht und ich glaube ich bin da ziemlich blauäugig in ein Schlamassel gerasselt...

Ich habe heute einen Brief von meinem Finanzamt bekommen in dem es eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2007-2009 in den Bereichen Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer anordnet.

Ich habe allerdings keinerlei Ahnung was das zu bedeuten hat. Ich bin ein ganz normaler Arbeitnehmer und reiche seit 10 Jahren meine normale Steuerklärung mit Taxman ein, bekomme aufgrund des langen Arbeitsweges immer so 1200,- erstattet, hab auch schonmal einen Rechner mit angegeben aber das wars. Ich habe kein Gewerbe, bin kein Freiberufler oder irgendwas.

Ich vermute mal das Problem ist mein Zanox Account den ich 2005 mal als CashBack Account für private Bestellungen angelegt habe und dort immermal wieder Hotelzimmer, Reisen etc. drüber Rückvergütet bekommen habe. In den drei Jahren habe ich es allerdings intensiver genutzt und vielen Freunden und Bekannten Zeitungsabos geschenkt da die Rückvergütung damals höher war als der Abopreis und auch einige Telefonverträge für bekannte geworben und so über die 3 Jahre etwa 25k an Werbeprämien bekommen für die ich aber bestimmt 15k den Freunden für die jeweiigen Bestellungen gegeben habe da die ja für die umsonst sein sollten.
Der große Fehler war wohl, dass ich das nie irgendwo angegeben habe weil es so als mein privates Hobby lief und spas sgemacht anderen eine Freude zu machen und selber da noch 2mark fünfzig für überzubehalten, es war mir auch einfach nicht bewusst war das es steuerlich relevant sein könnte bin da ein einfacher Kerl aus einfachem Haus und irgendwann mal über ein Sparforum auf die Sache gestossen worden ohne dass einer gesagt was man alles beachten muss. Jetzt habe ich heute seit Jahrenmal wieder in meinen Zanox Account geschaut und gefunden, das da mittlerweile ein Häkchen bei "Kleinunternehmer im Sinne...." gesetzt ist. Bin mir ziemlich sicher, dass das damals noch nicht so war, aber kanns nicht beschwören...war mir auf alle Fälle bis heute niemals bewusst, das ich neben meinem ganz normalen Job eventuell als Kleinunternhemer gelten könnte.

Das wird das jetzt für mich wohl zum Bummerang oder hat es wohl einen ganz anderen Grund das ich als Privatperson jetzt geprüft werde? Wie soll ich einen Prüfungsraum zur Verfügung stellen, ich wohne doch nur in einer normalen Wohnung. Und vorallem was soll ich für Unterlagen bereitstellen, habe doch nur meinen kleinen Ordner mit den jeweiligen Steuererklärungen der Jahre, aber das sind nur einige Zettel.
Ich hoffe Ihr könnt mir etwas helfen...weis echt nicht was ich machen soll.

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Barthel
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Beitrag von Barthel » 05.01.2013, 21:37

GuterRat hat geschrieben: Der große Fehler war wohl, dass ich das nie irgendwo angegeben habe weil es so als mein privates Hobby lief und spas sgemacht anderen eine Freude zu machen und selber da noch 2mark fünfzig für überzubehalten, es war mir auch einfach nicht bewusst war das es steuerlich relevant sein könnte bin da ein einfacher Kerl aus einfachem Haus und irgendwann mal über ein Sparforum auf die Sache gestossen worden ohne dass einer gesagt was man alles beachten muss.
Sorry, aber das glaubst du doch selber nicht... Du hast 25k Umsatz mit einem "Hobby" gemacht und bist nicht auf die Idee gekommen, dass man für Einnahmen im fünfstelligen Bereich evtl. Steuern zahlen muss? Ich würde an deiner Stelle zu einem Steuerberater gehen, die Sache könnte nämlich auch für deine Freunde und Bekannten problematisch werden, wenn die Summen entsprechend hoch sind.

elbwicht
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Beitrag von elbwicht » 05.01.2013, 21:43

-edit-

GuterRat
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Beitrag von GuterRat » 05.01.2013, 22:11

>Du hast 25k Umsatz mit einem "Hobby" gemacht und bist nicht auf die Idee gekommen, dass man für Einnahmen im fünfstelligen Bereich evtl. Steuern zahlen muss?

Wie gesagt das war über 3 Jahre verteilt und ein Großteil waren einfach Abobestellungen wo ich den Betrag einfach weitergereicht habe...das war für mich nichts anderes damals als bei diesen Leser werben Lesen oder Kunden Kunden Aktionen die jeder macht und wo man dann einen Verrechnungscheck nach Hause geschickt bekommt. Das waren dann halt jeden Monat so 6-10 Leute die gerne eins haben wollten für umsonst, beiß mir selber in den Hintern jetzt. Wenn da runtergebrochen auf den Monat 200,- Euro bei mir hängen geblieben sind.


> die Sache könnte nämlich auch für deine Freunde und Bekannten problematisch werden, wenn die Summen entsprechend hoch sind.

Warum kann denen denn nun auch Ärger drohen nur weil Sie ein Zeitungsabo für 100 Euro abgeschlossen haben und von mir dann die 100 Euro Rückerstattung wiederbekommen haben?

Exelfoli
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Beitrag von Exelfoli » 05.01.2013, 22:18

Hallo,

da wird dir keiner helfen können. Selbst Schuld. Finde dich erstmal damit ab. Ansonsten rede mit deinen vertrauten Rechtsanwalt und lass dich gut beraten.
Allerdings wird er dir nur bedingt weiterhelfen können.

Sobald man Gewinnabsichten hat, muss man Gewerbe anmelden. Naja sobald du immer wiederkehrende Einnahmen hast, ist das bereits eine Gewinnabsicht.

Selbst deine Begründung : Privat, Hobby und einfacher Mann hilft dir nicht. Es juckt den Finanzamt einfach nicht. Sobald das Finanzamt einmal anklopft wirds kritisch.

Es ist allerdings ist es auch richtig so! Einerseits klar Deutschland Büroland, aber jeder Gewerblicher muss sich an gewisse Regeln halten und manche geben dafür ordentlich Geld aus.

Mit deinem Umsatz hättest du dich locker durch einen Rechtsanwalt bzw. den Händlerbund beraten lassen können, Steuerberater etc. Und du hättest wahrscheinlich dennoch einen großen Teils des Kuchens.

Aber Pech!

Gruß

GuterRat
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Beitrag von GuterRat » 05.01.2013, 22:29

Ja klar will dass auch gar nicht unter den Tisch fallen lassen. Denn "doof" Stempel drück ich mir selber auf. Will mich nicht rausreden oder so nur jetzt halt wenigstens ab diesem Punkt der blöd genug ist alles best möglich zu Ende bringen, passiert ist eh passiert.
Jemand eine Ahnung wie das nun gehändelt wird?

nightdancer
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Beitrag von nightdancer » 05.01.2013, 22:32

du darfst nachversteuern: nachzahlung + 100% strafe in höhe der nachzahlung + zinsen = 5stellig plus evtl. strafverfahren....

geh zu einem steuerberater, sonst wird nur noch schlimmer

Exelfoli
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Beitrag von Exelfoli » 05.01.2013, 22:33


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Beitrag von GuterRat » 05.01.2013, 22:43

nightdancer hat geschrieben:du darfst nachversteuern: nachzahlung + 100% strafe in höhe der nachzahlung + zinsen = 5stellig plus evtl. strafverfahren....

Puh wenn Die das auf die reinen Auszahlungen rechnen bin ich quasi klinisch tot, verdammte Axt wie soll ich denen bloss die Ausgaben aufzeigen...alle 200 Leute die ein Abo bekommen und von mir das Geld bekommen haben mit zum Finanzamt zerren?? Ich mein das war ungefähr in 90 % aller Fälle so: Schützenvereinsversammlung...."Jemand dabei der ein Playboy-Abo umsonst haben möchte?"....Ich Ich Ich....Adresse auf einen Zettel...bestellt...nächste mal die 50 Euro in die Hand gedrückt fertig...ist für das Finanzamt bestimmt keine schlüssige Buchführung aber unter Freunden völlig normal in meinen Augen gewesen.
Zuletzt geändert von GuterRat am 05.01.2013, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.

Barthel
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Beitrag von Barthel » 05.01.2013, 22:48

GuterRat hat geschrieben: > die Sache könnte nämlich auch für deine Freunde und Bekannten problematisch werden, wenn die Summen entsprechend hoch sind.

Warum kann denen denn nun auch Ärger drohen nur weil Sie ein Zeitungsabo für 100 Euro abgeschlossen haben und von mir dann die 100 Euro Rückerstattung wiederbekommen haben?
Hier gilt das gleiche wie für dich: Die Sache ist bis zu einer gewissen Summe völlig unproblematisch, Aboprämien sind ja nichts ungewöhnliches. Aber die kritische Summe liegt meines Wissens nach bei 410€ pro Jahr. Alles drüber muss versteuert werden.

Aber wie gesagt: Geh einfach zum Steuerberater, der wird dir da schon weiterhelfen. Die vom FA wissen sicher sowieso schon aufgrund der Daten von Zanox bescheid, denn eine Prüfung bei Privatpersonen mit "normalem" Einkommen wird ohne konkreten Verdacht gar nicht durchgeführt. Ich könnte mir vor allem vorstellen, dass du eine eventuelle Nachzahlung vielleicht mindern könntest, da es ja zunächst um den Zeitraum 07-09 geht und du von 3 Jahren sprichst. Evtl. könntest du dich dann für den restlichen Zeitraum selbst anzeigen und musst dann vielleicht nur die fälligen Steuern ohne Strafe zahlen.

GuterRat
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Beitrag von GuterRat » 05.01.2013, 22:52

Evtl. könntest du dich dann für den restlichen Zeitraum selbst anzeigen und musst dann vielleicht nur die fälligen Steuern ohne Strafe zahlen.[/quote]


Das ganze lief auch nur in den 3 Jahren danach sind die Erstattungen für Abos eingebrochen und ich hab keine mehr verschenkt. Zum Glück

Barthel
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Beitrag von Barthel » 05.01.2013, 22:57

Ok, dann wissen sie ja so oder so genau was gelaufen ist...

waneck
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Beitrag von waneck » 06.01.2013, 07:31

1. Finanzamtprüfung versuchen zu verschieben
2. Steuerberater suchen
3. Selbstanzeige stellen

Keine eigene Aussage vor dem Finanzamt dazu treffen, erst nach Absprache der Vorgehensweise mit einem Steuerberater. Denn Dummheit schützt vor Strafe nicht.

Gruß waneck

nightdancer
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Beitrag von nightdancer » 06.01.2013, 12:08

Selbstanzeige um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden dürfte zu spät sein. die strafzahlung ist sowieso davon unabhangig. auf die einnahmen wird man die umsatzsteuer und Auf den nettobetrag einkommensteuer zahlen müssen, ausgaben die zur Minderung führen konnten, müssen natürlich belegt werden.

0815popo
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Beitrag von 0815popo » 06.01.2013, 14:29

Zunächst einmal zum Steuerberater und dem die ganze Wahrheit sagen. Der verhandelt dann auf Augenhöhe mit dem Steuerprüfer. Das ist letztendlich immer von Vorteil.

Dann solltest du so gut als möglich an der Aufklärung deiner "Verbrechen" mitwirken. Auf jeden Fall für die Jahre vor 2007 und nach 2009 strafbefreiende Selbstanzeige stellen, denn wenn von 2007-2009 etwas gefunden wird, werden die anderen Jahre auch durchleuchtet.

Sämtliche hinterzogenen Steuern müssen dann irgendwann an das Finanzamt nachgezahlt werden. Das kann eine ganze Menge sein, denn ein EUR mehr Einkommen im Jahr, kann zu einer höheren prozentualen Besteuerung der Gesamteinnahmen des Jahres führen (war bei mir so...).

Beteiligst du dich an der Aufarbeitung deiner Verbrechen und zahlst die Steuern nach, kommt es nicht zu einem Steuerstrafverfahren. Das Steuerermittlungsverfahren wird gegen Zahlung einer gemeinnützigen Spende eingestellt.

Bei mir waren es etwa 10000 EUR Steuernachzahlung + 1800 EUR Spende an einen gemeinnützigen Verein. Der Fall war so ähnlich gelagert. Wobei ich von Anfang an einen Gewerbeschein hatte, aber versehentlich jede dritte Einnahme hinterzog... Ursächlich war letztendlich meine Schlampigkeit und nicht die Absicht. Aber das interessiert den Außenprüfer nur insofern, als dass er wieder was zu lachen hat.

Wiederholungstäter und solche die an der Aufklärung ihrer Verbrechen nicht mitarbeiten, trifft es natürlich härter. Da kommt schon mal die Rübe ab!

Im übrigen gibt es sehr viele die mit ihrer Homepage "bisserl Aufwandsentschädigung" einfahren und glauben sie kämen ungeschoren davon. Sobald die Provisionen auf das Konto fließen, kommt das Finanzamt früher oder später dahinter.

Die hoffnungsvollen "Jungverbrecher" bedenken bei der Hinterziehung kleinerer Summen selten, dass sämtliche legalen Einnahmen eines Jahres, bei Bekanntwerden des "Kavaliersdeliktes", nachträglich höher besteuert werden, wenn eine gewisse Einkommensgrenze überschritten wird. Das Ganze über mehrere Jahre... Da sind 10000 EUR Nachzahlung nichts. Entsprechend froh war ich hinterher. Ohne Steuerberater wäre es übel ausgegangen (der arbeitet übrigens auch nicht umsonst).

Die Sache mit deinen Freunden solltest du nicht erwähnen. Der Außenprüfer wertet das allenfalls als Ausrede oder nimmt es zum Anlass deine Freunde zu prüfen.

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