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BGH zweifelt an Legalität von eingebetteten Video

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GBK667
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Beitrag von GBK667 » 18.04.2013, 19:23

Wer Online-Videos in seine Website einbindet, könnte nach Einschätzung des Bundesgerichtshofs Urheberrechte verletzen. Das sogenannte Framing sei nicht mit einfachen Links vergleichbar, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bornkamm. Eine Entscheidung soll am 16. Mai verkündet werden.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/framing100.html

Was für ein Schwachfug.

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Vegas
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Beitrag von Vegas » 18.04.2013, 19:52

In der Tat. Wenn jemand sein Video nicht woandes eingebettet sehen will, darf es eben nicht auf Youtube hochladen. YouTube hat eigene Nutzungsbedingungen, wenn ein deutsches Gericht die aushebeln will, halte ich das für kontraproduktiv.

Es gibt ja genügend Möglichkeiten, seine Videos selbst zu hosten. Keine Bandbreite zahlen wollen, aber abmahnen, klar.

Zeigt leider mal wieder, daß Lebenswirklichkeit für die deutsche Judikative nur ein zu vernachlässigender Störfaktor in unserem perfekten Rechtssystem ist.
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GBK667
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Beitrag von GBK667 » 18.04.2013, 19:55

Noch dazu gibt es die Möglichkeit sein Video zwar bei Youtube hochzuladen, aber das einbetten dort via Einstellung nicht zuzulassen.

^^

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SloMo
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Beitrag von SloMo » 18.04.2013, 22:07

Mal ganz losgelöst von YouTube: wo und mit welchen Einstellungen (bezüglich GBK667s Kommentar) veröffentlicht wurde, ist doch völlig egal. Das Urheberrecht schützt den Urheber und sein Werk. Darauf darf sich ein Urheber in Deutschland IMHO schon verlassen, auch wenn er ein Werk über YouTube verbreitet. Wer es weiterverbreiten oder in Websites verwursten will, soll gefälligst vorher den Urheber fragen und die Lizenz einholen.

Oder muss man heute davon ausgehen, dass jedes im Internet veröffentlichte Werk frei und von jedermann weitergegeben und in fremde Werke und Produkte (z.B. Websites) integriert werden darf?

BTW, habt Ihr schon das mit dem Piratenvideo gehört??? Ist so eine ähnliche, nur noch viel krassere, Thematik!

IT-Knecht
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Beitrag von IT-Knecht » 18.04.2013, 22:33

SloMo hat geschrieben:Mal ganz losgelöst von YouTube: wo und mit welchen Einstellungen (bezüglich GBK667s Kommentar) veröffentlicht wurde, ist doch völlig egal.
Wenn es bei den "Einstellungen" ausgerechnet um Weiterveröffentlichungs- und damit Lizensierungsfragen geht, dann würde ich als Laie das nicht so sehen.

- Martin

Beloe007
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Beitrag von Beloe007 » 19.04.2013, 09:12

@Slomo,
Ganz unrecht hast du nicht, man kann auch das einbetten gestattet haben um es nur auf bestimmten (eigenen oder lizensierten) Webseiten einbetten zu können.

Dennoch steht in den YouToube Bedingungen drin, sofern man das Einbetten gestattet, Webseiten dritter (außerhalb YouTubes) erlaubt einzubetten, da gibt es keine Einschränkung. Deshalb kann man (meiner Auffassung nach) momentan noch alle Videos beliebig innerhalb der Nutzungsbedingungen einbinden, der Urheber muss diesen ja auch zugestimmt haben.
Ich betreue selbst eine Webseite, wo ich gute testberichte Dritter einbinde, sofern das Einbetten gestattet ist. Bislang gab es noch kein gemecker, ich füge aber einen Link zu YouTube hinzu und wenn möglich zusätzlich einen Link zur Webseite des Urhebers mit Nennung des Urhebers. Ist sicher überflüssig, aber ich denke das ist fair und im Sinne desjenigen der ein gutes Werk erstellt hat.

Es ist in jedem Fall zu begrüßen, wenn es bald eine verbindliche Entscheidung hierzu gibt, egal wie die Entscheidung ausfällt. Im Zweifel wird YouTube gezwungen das Einbetten eindeutiger zu beschreiben, oder verschiedene Alternativen anzubieten.

Shop_SEO
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Beitrag von Shop_SEO » 19.04.2013, 09:52

Wenn jemand das Einbetten freischaltet, erklärt er sich mit dem Einbetten ja auch einverstanden. Will er das nur bestimmten Seiten erlauben (z. B. nur den eigenen), stehen ihm andere Wege zur Verfügung als die Einbettungsfreigabe auf Youtube oder anderen Videoportalen. Es stellt sich vor allem die Frage, warum jemand das Einbetten freischaltet und anschließend gegen das Einbetten klagt, er hätte es ja nicht freischalten müssen.

Daher halte ich das ganze Verfahren für Unfug - es sei denn, der Einbettende hat bewusst oder unbewusst den Anschein erweckt, als sei das Video sein eigenes Werk, dann sieht das nämlich ganz anders aus.

superolli
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Beitrag von superolli » 19.04.2013, 09:56

Vegas hat geschrieben:In der Tat. Wenn jemand sein Video nicht woandes eingebettet sehen will, darf es eben nicht auf Youtube hochladen. YouTube hat eigene Nutzungsbedingungen, wenn ein deutsches Gericht die aushebeln will, halte ich das für kontraproduktiv.

Youtube steht nicht über der deutschen Gesetzgebung. Klingt komisch, ist aber so.

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Beitrag von Shop_SEO » 19.04.2013, 10:02

@superolli,

die deutsche Gesetzgebung ist aber nicht der Nabel der Welt und tangiert Firmen mit Sitz im Ausland nur peripher. Klingt komisch, ist aber gut so.

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Beitrag von superolli » 19.04.2013, 10:10

Du fährst hier in Deutschland auch nicth auf der linken Seite. Ihr müsst da manchmal auch ein bisschen die Kirche im Dorf lassen.

Inhaltlich bin ich in diesem Fall mit Youtube bei Euch, aber dieses pauschale" Youtube will was" und dann müssen wir halt die Gesetze ändern, geht mir gewaltig auf den Keks.

SloMo
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Beitrag von SloMo » 19.04.2013, 10:24

Es ist nicht ganz ohne, einen sauberen Lizenzvertrag zu schließen. Soweit ich weiß muss darin haarklein geregelt sein, wer was mit dem Werk anstellen darf. AGB + Häkchen genügt den deutschen Anforderungen des Urheberrechts IMHO nicht.

Mal eine ganz doofe Frage an die Pro-YouTube-Fraktion: Warum setzt Ihr nicht einfach einen Link zum Video, das dürft Ihr ja definitiv ohne zu fragen.

Vermutlich bindet Ihr das Video ein, um Euer eigenes Werk (Artikel oder Blog) dadurch aufzuwerten und Euren Lesern etwas mehr zu bieten, als Ihr eigentlich zu bieten habt. Insofern ist Euer Umgang mit dem fremden Werk dann doch sehr weitreichend und nicht nur eine Veröffentlichung.

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Beitrag von Shop_SEO » 19.04.2013, 10:25

@superolli,

ich habe hier keinen einzigen Beitrag gefunden, in dem jemand fordert, dass Gesetze für Youtube geändert werden sollen.

M. E. ist die Lage eindeutig: Der Urheber hat sich damit einverstanden erklärt, dass sein Video eingebettet werden darf. Nun klagt er dagegen.

Sollte die entsprechende Einverständniserklärung bei Youtube gegen geltendes deutsches Recht verstoßen, ist dies m. E. in diesem Falle unerheblich, da der Urheber nicht gezwungen war a) sein Video auf Youtube einzustellen und b) sich mit dem Einbetten einverstanden zu erklären.

Daher wundert mich, dass sich der BGH damit beschäftigt - es sei denn, wie schon geschrieben, der Einbettende erweckte den Anschein, es sei sein eigenes Video.

BI*D.de bettet z. B. täglich Youtube-Videos ein und ich gehe davon aus, dass die eine kompetente Rechtsabteilung haben.

Provocateur
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Beitrag von Provocateur » 19.04.2013, 10:26

Wenn der Richter über 60 ist, kann man die Entscheidung ja verstehen..

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Beitrag von Shop_SEO » 19.04.2013, 10:34

Anekdote am Rande:

Ich bekam vor einiger Zeit eine LADUNG zu einem Gütetermin vor Gericht.

Der Termin fiel wegen Krankheit der Richterin aus, das erfuhr ich aber erst, nachdem ich 70 km zum Gericht gefahren bin und dort niemand auftauchte.

2 Tage nach (!) dem Termin hatte ich dann eine ABLADUNG in der Post, in der mir mitgeteilt wurde, dass der - inzwischen vergangene - Termin ausfällt.

Kurz darauf kam eine erneute LADUNG und letzte Woche die Mitteilung, dass sich der neue Termin aus dienstlichen Gründen verschiebt. Das nannte sich dann UMLADUNG.

Bei so einer Wortwahl muss man sich doch über nichts mehr wundern.

Vegas
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Beitrag von Vegas » 19.04.2013, 10:42

Da fühlt man sich ein bischen VERLADEN ;)
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