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Contaxe verklagt Google

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Rem
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Beitrag von Rem » 07.07.2013, 17:57

Wäre es nicht besser gewesen, Contaxe hätte sich zuerst in einer Nische installiert, dann qualitativ hochstehende Webseiten an sich gebunden und denen einen fairen Klickpreis gezahlt? (Z.B. Reiseseiten, oder B2B-Seiten ect)

Stattdessen möglichst breit und möglichst billig. Genau hierfür ist Google der Marktführer... Contaxe trat an, eine Alternative zu Google zu werden und wurde zum Sammelbecken für all diejenigen, die aus Adsense rausgeworfen wurden.

Na ja. Jetzt klagen sie. Wenn die Google ein Fehlverhalten nachweisen können, ist das gut und recht.

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ElDiablo
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Beitrag von ElDiablo » 07.07.2013, 19:09

Ich würde die Trolle nicht noch füttern - jemanden verklagen wollen ist noch keine Meldung, sondern bestenfalls PR.

Also was wäre wohl der Streitwert? 100 Mio €?
Bin gespannt wie sie die Prozesskosten aufbringen wollen ^^

Rem
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Beitrag von Rem » 07.07.2013, 19:16

Mag sein, dass es PR ist, aber vielleicht erhöht es irgendwie auch die Sensibilität der geliebten Wettbewerbs-Hüter der EU, bei Google Adwords/Adsense genauer hinzuschauen... Sprich: Zeit für Fragen ist es schon! Oder?
Aber dafür reicht der laue Wind vermutlich nicht aus. Oder berichten richtige Medien darüber?

Trotzdem dezente Unterstützung. Bzw. neugieriges Hinschauen, ob Contaxe etwas damit erreicht / und wie.

nerd
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Beitrag von nerd » 07.07.2013, 23:42

Wenns nicht gerade von contaxe kommen wuerde, koennte ich es ja vielleicht ernst nehmen. Contaxe war fuer mich immer der inbegriff von nerviger und fehlplatzierter werbung. Die verlinkte werbung hatte nur in den seltensten faellen was mit dem text zu tun.
Contaxe ist nach meiner erfahrung einfach nur schlecht; von der relevanzerkennung zwischen text und werbung bis hin zur aufdringlichen praesentation via hover-popups. Deren werbekunden scheinen ja auch groesstenteils nur seiten zu sein die bei google rausgeflogen sind - kredite, versicherung, haendyvertraege usw.

SloMo
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Beitrag von SloMo » 08.07.2013, 08:39

Es geht doch genau darum, dass kein Anbieter mehr mit Google konkurrieren kann. Sowohl preislich als auch qualitativ. Der Markt ist faktisch monopolisiert und muss gesetzlich geregelt werden. Darum geht es. Natürlich hat Contaxe auch ein wirtschaftliches Interesse daran. Liebe Kinder, es geht hier um Online-Marketing. Ihr labert doch selbst alle nur über Klickpreise und denkt keinen Zentimeter weiter. Gleichzeitig über Contaxes gewerbliche Interessen herzuziehen ist Kuhdung.

Zu Contaxes Problem:

- ohne Reichweite keine Advertiser
- ohne Advertiser keine gute Qualität/guten Preise
- ohne gute Qualität/gute Preise keine Publisher
- ohne Publisher keine Reichweite

So schließt sich der Teufelskreis, den sie leider nicht durchbrechen konnten.

Wenn der Einstieg in den breiten deutschen Contextual-Ads-Markt noch möglich wäre, dann wäre Yahoo!/Bing längst hier. Die haben es sicherlich durchgerechnet und halten sich aus gutem Grunde seit Jahren fern.

Was Rem schon meinte, es funktioniert nur in bestimmten Nischen. Restflächen/TKP zum Beispiel, oder Intext (wo sich Contaxe auch versucht hat, aber die Nische ist schon länger von Vibrant etc. besetzt), oder Plista Recommendations. Die würden alle davon profitieren, wenn Googles Quasi-Monopol fällt. Contaxt liefert wenigstens Argumente und Material, damit der überforderte Gesetzgeber es begreifen kann.

Aber wie schon gesagt, solange die Presse bei jedem kommerziellen Anschein, der nicht populär genug ist, Ausschlag bekommt und außerdem selbst gut von Adsense lebt, wird die Kampagne wohl leider ungehört verhallen. Die Presse ist halt auch nur Publisher.

arañaseo
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Beitrag von arañaseo » 08.07.2013, 15:50

SloMo und Beloe007:
Ihr habt hier die wesentlichen Punkte angesprochen.

Aktuell klagt Contaxe,
die Frage ist jedoch, welchen (wirklich) großen Konzern wird es als Nächstes erwischen?

Als Advertiser finde ich das auf der Einen Seite sehr bequem. Ich schalte Adwords & Remarketing-Werbung, erreiche damit nicht nur User in den SERPs sondern die große Mehrheit aller werbetreibenden Webseiten im Netz, Youtube etc. etc.
Alles aus einer Hand quasi - und Google setzt das wirklich gut um. Dieses Quasi-Monopol haben wir aber schon seit einigen Jahren, und ich sehe aktuell nicht, dass sich daran was ändern wird.

Mit den neuen Remarketing-Features kann ich im Prinzip jetzt schon auch in der User mit personalisierten Remarketing-Text & Bildanzeigen ansprechen. Ich bin schon gespannt, wie das letztendlich ankommen wird.

Als User im WWW ist das meines Erachtens ziemlich scary,
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IT-Knecht
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Beitrag von IT-Knecht » 08.07.2013, 20:59

Monopole in nennenswertem Umfang, insbesondere wenn sie für weitere Geschäftsfelder ausgenutzt werden sollen, sind ein Fall für (Anti-)Kartellverfahren.
Was ist hier die Frage?


- Martin

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