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Internet ist keine Arbeit

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Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 24.04.2011, 18:05

swiat hat geschrieben: Das Internet keine richtige Arbeit ist hört man oft in Deutschland. Ob es Zukunft hat?

Ich glaube eher nein, ich denke nicht das man das die nächsten 30 - 40 Jahre machen kann.
Das ist jetzt Ironie, oder? Das Internet ist die beste Erfindung im Wissenstransfer seit der Erfindung des Buchdrucks. Das Internet, wie wir es heute kennen, wird nicht das Letzte sein. Aber das Internet ansich, wird wohl erstmal sehr lange existieren. Und bisher ist mir kein Konzept bekannt, durch welches Wissen vermittelt werden kann, ausser durch Audio, Video und Schrift (ist ja im weitesten Sinne auch Video = sehen und verstehen). Jedenfalls bin ich noch nicht in der Lage durch Telepathie Informationen zu empfangen oder zu senden.

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catcat
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Beitrag von catcat » 25.04.2011, 06:20

Ach... das höre ich andauernd:
Du verdienst Geld im Internet? - Wieso gehst Du nicht richtig arbeiten?
Verdienst Du da überhaupt was? - Da kann man doch kein Geld machen.
Webshops? - Und das geht? Da muß doch was faul sein!

oder es kommt nur der mitleidige Blick mit dem traurigen Lächeln (kennt hier sicher jeder) :D

Natürlich bohren dann viele penetrant nach, wieviel ich denn dann verdienen würde und wenn ich das dann sage (eher untertrieben als übertrieben), dann glauben die das gar nicht.
Weil: Was nicht sein kann - das darf nicht sein! Basta. Ende. Aus.
Das geht einfach nicht, daß jemand nur am Rechner sitzt und damit Geld verdient!
(Das ich "nebenbei" auch noch andere Unternehmungen habe und "nebenbei" den meisten Umsatz ohne Internet mache, interessiert überhaupt nicht, sobald man die Worte "Webshop" oder "Internet" einstreut.)

Die meisten Leute verstehen unter "Internetz" eben die Klickibuntiwelt des www.
Das es da noch ganz andere Dienste gibt, wissen die gar nicht (auch, wenn sie die nutzen)
Die meisten Leute denken, daß es nur 3 Arten von Websites gibt:
1. Die Hobbybastlersites
2. Riesige Unternehmenssites
3. Abzockerwebsites

und da ich nicht unter p2 falle (weil ja: Was nicht sein darf, kann nicht sein!)...

Solche Neidattacken von Bekannten und Freunden empfinde ich eher als peinlich, nicht als verletzend.
Das zeigt nur, daß auch "Studierte" einen eng begrenzten Horizont haben können.

SloMo
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Beitrag von SloMo » 25.04.2011, 08:43

Am besten nur sagen: "ich bin Geschäftsführer von sowas wie Google". Dann halten die Leute ihre Klappe. :)

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Business-Experte
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Beitrag von Business-Experte » 25.04.2011, 08:59

Wenn man sich hier im Forum umsieht, muss man als SEO nicht studiert haben. Aber man hat es einfacher, die Dinge nachzuvollziehen und umzusetzen.

Mir persönlich bekannt ist der Geschäftsführer einer Firma aus der Baubranche, der nicht mal Abitur hat. Scheitert schon am Dreisatz und an Winkelfunktionen. Dennoch verhältnismäßig erfolgreich. Macht sich nicht schlecht.
Aber wo wäre der jetzt wohl mit dem Wissen aus einem Architekturstudium als Basis? Ich meine: Auf alle Fälle weiter...

So ein Studium ist auf alle Fälle sinnvoll investierte Zeit.

Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 25.04.2011, 09:52

Studium hin Studium her. Ich habe selbst auch studiert. Ich kenne auch zahlreiche Leute, die ebenfalls sehr intelligent sind und auch studiert haben, aber einfach nichts aus ihren Leben machen. Der eine kifft, dass die Schwarte kracht, der andere zockt World of Warcraft, dass sich die Balken biegen (auch wegen seinen jetzt 130 kg Gewicht) ;-)

Die hätten es alle drauf, aber deren Persönlichkeit lässt sie scheitern.

Ich kenne wiederum Leute ohne Abitur, die erfolgreiche Geschäftsleute sind und kreativ an ihrem Leben arbeiten.

Früher hab ich auch immer gedacht, je intelligenter und gebildeter ein Mensch ist, desto erfolgreicher ist er. Pustekuchen. Es gibt Macher und es gibt Quaselköppe. Nicht selten gehören die Studierten zu den Quaselköppen ;-)

catcat
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Beitrag von catcat » 25.04.2011, 10:10

Ich wüßte jetzt echt nicht, wie mich ein Studium weitergebracht haben könnte, als mein exzellenter Hauptschulabschluß...
Learning by doing ist immer noch der beste Lehrmeister. Ich hab schon mehr als einen studierten Designer und Textil-Ingenieur untern Tisch gefaselt, weil da ausser grauer Theorie nix da war.
Als ich noch als Werkzeugmacher gearbeitet habe, bekam ich mehr als einmal Pläne von Maschinen auf den Tisch, die schlichtweg nicht zu bauen waren. Gezeichnet und ersonnen von Dipl. Ingenieuren frisch von der Uni...

Wenn ich mich entscheiden soll wen ich einstellen soll, wen stelle ich dann wohl ein:
Den forschen studierten Typen, der mir die molekulare Zusammensetzung von Seide sagen kann, aber noch nie Seide in der Hand hatte?
oder
Die litauische Hausfrau, die mir auf Anhieb nur durch anfassen jede Stoffqualität benennen kann?

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Beitrag von Business-Experte » 25.04.2011, 10:22

Ja, für Textilhandel muss man nicht studiert haben.
Aber wenn man etwas vergleichbares wie Google, ebay oder facebook aufziehen will, ist ein Studium schon hilfreich. Nicht nur, um es selber zu entwerfen, sondern auch, um ungefähr zu beurteilen, ob die Partner einem nur Mist abliefern oder ob eine Idee brauchbar ist.

Auf solche Schwachsinnsideen wie Linkaufbau mittels Linkwheels fallen eher Leute herein, die schon an Dreisatz und Geometrie scheitern als solche, die schon mal was von der Graphentheorie gehört haben.

mano_negra
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Beitrag von mano_negra » 25.04.2011, 11:22

Business-Experte hat geschrieben:Ja, für Textilhandel muss man nicht studiert haben.
Aber wenn man etwas vergleichbares wie Google, ebay oder facebook aufziehen will, ist ein Studium schon hilfreich. Nicht nur, um es selber zu entwerfen, sondern auch, um ungefähr zu beurteilen, ob die Partner einem nur Mist abliefern oder ob eine Idee brauchbar ist.

Auf solche Schwachsinnsideen wie Linkaufbau mittels Linkwheels fallen eher Leute herein, die schon an Dreisatz und Geometrie scheitern als solche, die schon mal was von der Graphentheorie gehört haben.
das ist doch unsinn. die internetbranche ist doch das paradebeispiel dass man es ohne studium schaffen kann.
wenns nach dir ginge müsste man architektur und geometrie studieren um erfolgreicher seo zu sein? :o

MR93
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Beitrag von MR93 » 25.04.2011, 11:23

Die Arbeit mit SEO und Internet Marketing als Lebensaufgabe zu sehen halte ich für waghalsig. Letztendlich ist es eine Blase, die sich im ständigen Wandel befindet und mit einem hohen Risiko verbunden ist, schließlich müssen Webseiten ständig gepflegt und Kunden ständig akquiriert werden. Wie schnell würde ein Rausschmiss aus AdSense so manchem "SEO" den Hals brechen?

Ich mache das ganze derzeit als studentischen Nebenjob, da es mir mehr Spaß macht, als Regale im Supermarkt einzuräumen oder Zeitungen auszutragen und ich letztendlich bei weniger Zeitaufwand mehr Verdienst mache.

Mit Suchmaschinenoptimierung und Internet Marketing mein Leben lang Geld zu verdienen, wäre für mich ehrlich gesagt nur die letzte Option, wenn Studium und Co scheitern würden. Wenn man nicht gerade mit Top Keywords hoch rankt (und auch das kann nur zeitweilig sein), muss man schon eine Menge Zeit und Gedult investieren, damit am Ende noch etwas zum Leben übrig bleibt - und damit ist Geld gleichermaßen gemeint wie Zeit.

Wenn man noch die Wahl hat, ist eine Grundausbildung (ob Studium oder Berufsausbildung sei dahingestellt) sicherlich die richtige Wahl. Wenn es mit dem Internet Marketing gut läuft, kann man es ja machen - wenn nicht, hat man aber immer noch eine Qualifikation in der Hinterhand, die über "Erfahrungen als SEO" hinaus geht.

ibanez
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Beitrag von ibanez » 25.04.2011, 11:37

Ein abgeschlossenes Studium bringt meiner Meinung nach nur einen Vorteil:
Man kann sich Dipl. Ing. oder Master of Wasweisich nennen und es auf die Visitenkarte klatschen. Es gibt immernoch viele Unternehmer, besonders in kleineren Firmen, die konservativ eingestellt sind und für die ein Studium noch viel zählt.
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Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 25.04.2011, 11:50

MR93 hat geschrieben:Letztendlich ist es eine Blase, die sich im ständigen Wandel befindet und mit einem hohen Risiko verbunden ist, schließlich müssen Webseiten ständig gepflegt und Kunden ständig akquiriert werden. Wie schnell würde ein Rausschmiss aus AdSense so manchem "SEO" den Hals brechen?
Das ist alles richtig was du sagst. Aber es gilt wohl für alle Jobs und Firmen in der freien Wirtschaft. Jede Firma befindet sich mit ihren Angestellten im ständigen Wandel durch die Globalisierung und die wandelnden Märkte weltweit. Jede Firma hat das Risiko zu bestehen oder nicht. Besteht sie nicht, fliegen die Arbeitnehmer. Das Risiko ist also überall gleich, auch wenn es ein 0 8 15 Angestellter nicht checkt, weil er sich in trügerischer Sicherheit wägt. Der sagt sich dann, gut dann such ich mir ne neue Klitsche, wo ich anfangen kann, ich hab ja einen Abschluss. Aber eigentlich beginnt nur wieder der gleiche Kreislauf.

In den USA wird weniger auf den Abschluss geschaut, als vielmehr auf das Können des Einzelnen. Wenn du dort 5 Jahre in einem Restaurant gejobbt hast, bist du dort Koch. Hier in Deutschland bist du nur nach 3 Jahren Ausbildung Koch. Ein Hobbykoch, der viel besser kochen kann, hat es sehr schwer als Koch eingestellt zu werden, weil er keinen Zettel hat, wo "Koch" draufsteht.
Zuletzt geändert von Bodo99 am 25.04.2011, 11:57, insgesamt 4-mal geändert.

Pompom
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Beitrag von Pompom » 25.04.2011, 11:52

Ein abgeschlossenes Studium bringt meiner Meinung nach nur einen Vorteil:
Man kann sich Dipl. Ing. oder Master of Wasweisich nennen und es auf die Visitenkarte klatschen.
Diese Aussage zeugt davon, dass Du nicht studiert hast.
Es gibt immer noch viele, die das, was sie gelernt haben, auch versuchen in der Praxis anzuwenden und von mathematischen, statistischen Grundlagen und Methoden der Analyse und Wissensgenerierung eine Ahnung haben. Und dies bringt Vorteile gegenüber denen, die nur glauben, zu wissen, wie oder warum etwas funktioniert oder nicht funktioniert.
Es gibt auch viel wissende Autodidakten, jedoch sind diese gegenüber nichts wissenden und unqualifizierten Nichtskönnern einfach in der Minderheit.
Wenn du dort 5 Jahre in einem Restaurant gejobbt hast, bist du dort Koch. Hier in Deutschland bist du nur nach 3 Jahren Ausbildung Koch.
Das merkt man dann aber auch an dem Essen, was in dem Restaurant in den USA dargeboten wird.

Bodo99
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Beitrag von Bodo99 » 25.04.2011, 11:59

Das merkt man dann aber auch an dem Essen, was in dem Restaurant in den USA dargeboten wird.
Ach Unsinn. :) Ich war gard in Indien, da ist das Prinzip noch viel trivialer. Da ist jeder mal Koch, wenn er die Chance bekommt. Und es war immer sehr lecker und ich hatte nie Durchfall. Mir schmeckt das Essen in den USA auch sehr gut. Und ich red jetzt nicht von McDonalds. Taco Bell, oder Wendy's.

SloMo
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Beitrag von SloMo » 25.04.2011, 12:03

ibanez hat geschrieben:Ein abgeschlossenes Studium bringt meiner Meinung nach nur einen Vorteil:
Man kann sich Dipl. Ing. oder Master of Wasweisich nennen und es auf die Visitenkarte klatschen.
Ach, Neider seid doch mal kurz still. Man sollte nicht mit seinem versauten Bildungsweg angeben. Ein Studium ist immer sehr aufwendig. Man muss viel Zeit und Geld investieren, bis man seinen Abschluss hat. Natürlich braucht man kein Studium, um ein Internetbusiness zu starten. Trotzdem kann es helfen.

In meinem Fall hat es schon dadurch geholfen, dass ich ein paar Jahre als angestellter Ingenieur ganz gut Geld verdient habe und diese Finanzdecke für den Umstieg in die Selbständigkeit nutzen konnte. Das wäre ohne das Hochschuldiplom wahrscheinlich nicht so einfach gewesen. Außerdem war die Studentenzeit echt fein. ;)

Unbekannter
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Beitrag von Unbekannter » 25.04.2011, 13:34

Business-Experte hat geschrieben: Mir persönlich bekannt ist der Geschäftsführer einer Firma aus der Baubranche, der nicht mal Abitur hat. Scheitert schon am Dreisatz und an Winkelfunktionen. Dennoch verhältnismäßig erfolgreich. Macht sich nicht schlecht.
Aber wo wäre der jetzt wohl mit dem Wissen aus einem Architekturstudium als Basis? Ich meine: Auf alle Fälle weiter...

So ein Studium ist auf alle Fälle sinnvoll investierte Zeit.
Wie sagte ein cleverer Dad, intelligente Menschen lassen Menschen für sich arbeiten die noch intelligenter sind als man selbst :)

Es geht hier gar nicht um das Studieren oder nicht Studieren direkt. Wissen ist Macht. Es kann nie schaden. Viele Studenten sehen sich jedoch als was ganz besonderes, nur weil sie jetzt ein Diplom in der Hand halten... Falsches Ego...

Ich kann jedem wirklich das Buch "Rich Dad Poor Dad" empfehlen. Es spiegelt exakt meine Überzeugungen wieder. Der eine Dad, nie studiert, mehrfacher Millionär, der andere Dad, hochgebildet und arbeitet für die Regierung, gefangen in der ewigen Tretmühle des arbeitnehmers...

Ob die Geschichte in dem Buch wirklich so passiert ist, keine Ahnung. Ist mir auch Wurst egal. Es geht ums Prinzip... Auch ohne Studium kann ein Mensch Erfolg haben. Das können manche jedoch nicht akzeptieren, es passt nicht in ihr (veraltetes) Weltbild.

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