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Projekt verkaufen

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patrick0815
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Beitrag von patrick0815 » 11.09.2009, 12:12

Hallo,

ich hab ne Anfrage von einem Mitbewerber, der an einem meiner Projekte interessiert ist. Besonders, da ich unter vielen relevanten Keys recht gut zu finden bin und das schon seit Jahren. Ich möchte das Projekt also nicht verramschen.

Um einen Preis zu ermitteln, hätte ich nun auch die Klickpreise für Adwords-Anzeigen miteinbezogen. Haltet ihr das für sinnvoll?

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rayman2000
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Beitrag von rayman2000 » 11.09.2009, 12:14

Nimm deine monatlichen Einnahmen mal 12.
Ist das übliche.

izzak
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Beitrag von izzak » 11.09.2009, 12:23

Wer ein Projekt so bewertet, hat einfach kein Plan...dummes Seogeschwätz....

Schau mal alleine auf Sedo unter Projektverkäufe, ob ähnliche Seiten zum VK angeboten werden, Preisvergleich bzw. kannst auch von denen günstig ein Gutachten erstellen lassen.

Frag mal bei nicit und consultdomain, auf welchen Wert die dein Projekt schätzen.

Der Wert kann x12,x24,x36 deiner monatlichen Einahmen sein.
Angebot und Nachfrage, Ziele des Käufers, Conversion, Themenbereich usw.
Alles spielt eine Rolle....

Der VK muss sich auch überhaupt nicht nach deinen Einahmen richten....

Also höre dich weiter um und entscheide dann....

Synonym
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Beitrag von Synonym » 11.09.2009, 12:29

"Haltet ihr das für sinnvoll?"
Keine Ahnung, da ich nicht weiß wie Du das meinst. Aber ich denke mal, dass das sicherlich ein möglicher Anhaltspunkt sein könnte.

Aber ich würde zumindest nie dieses angeblich so übliche "Einnahmen mal 12" nehmen. Toll, kann man dann 1 Jahr von Leben und dann? -> sterben?

Das mag vielleicht funktionieren bei Projekten die in wenigen Tagen hochgezogen wurden, aber sicher nicht bei welchen, die über Jahre hinweg entwickelt wurden.

Prinzipiell würde ich das Projekt gar nicht danach bewerten was es aktuell an Gewinn abwirft. Das wäre mir sogar wuscht, denn der potentielle Käufer hat sicher einen Grund warum er es haben will.

Hatte Google Geld bekommen dafür, dass sie Youtube übernommen habe? Wohl nicht.

Bekommt man Geld, wenn man Projekte übernimmt die Verluste machen? Sicher auch nicht. Entweder man hat einen Grund dafür dass man es will oder eben nicht.

Gestern hatte ich einen Anruf, da wollte auch einer ein Projekt übernehmen. Steht zwar nicht zum Verkauf, aber was hätte ich da verlangen sollen? Einnahmen: Keine / Ausgaben: Serverkosten. Das hätte ich dem wohl nach diesen "Einnahmen mal 12" schenken müssen...

mgutt
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Beitrag von mgutt » 11.09.2009, 13:00

Der Faktor 12 - 36 ist sinnvoll, weil jedes Projekt mit Aufwand und Risiko verbunden ist. Umso mehr das Projekt von Google und wenigen Keys lebt, umso geringer ist der Faktor. Sollte das Projekt dagegen völlig ohne Google auskommen und Stabilität für die Zukunft versprechen, kann man auch mit Faktoren bis 84 arbeiten.

Mit eine wichtige Rolle spielt der Aufwand. Umso geringer der Aufwand, umso geringer die Kosten und damit der mögliche Gewinn, der die Investition wieder einspielbar macht.

Und nichts anderes als bestehende Einnahmen und mögliche Einnahmen in der Zukunft sind relevant für die Bewertung eines Projektes bzw. einer Domain. Jeder will schließlich seine Investition irgendwann wieder einspielen.

Viele vergessen auch, dass man Domainkäufe nicht absetzen kann. Man darf also nicht vergessen, dass auf jeden Kauf noch mal 10-40% Steuern drauf kommen.
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melanieklenk
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Beitrag von melanieklenk » 11.09.2009, 13:12

.mgutt.

Warum darf ich eine gekaufte domain nicht bei der steuer angeben? Domaineinnahmen werden doch auch versteuert?

Synonym
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Beitrag von Synonym » 11.09.2009, 13:18

Und nichts anderes als bestehende Einnahmen und mögliche Einnahmen in der Zukunft sind relevant für die Bewertung eines Projektes bzw. einer Domain. Jeder will schließlich seine Investition irgendwann wieder einspielen.
Ja das stimmt ja auch, aber schließlich will man als Inhaber auch seine Investitionen wieder haben. Oder Programmierst Du 12 Monate umsonst um es dann für Einnahmen x 12 zu verkaufen, wenn Du davon zig Jahre leben könntest?

Das funktioniert nur, wenn man ein Projekt von sich aus verkaufen will oder muss, aber nicht wenn ein anderes es kaufen will. Der hat schließlich seinen Grund dafür warum er es will.

Nach der Logik kann ich auch die Tankstelle nebenan für 30.000 Euro kaufen, denn mehr verdient die in einem Jahr nicht.

Wieviel bringt denn das Forum hier monatlich ein? Nichts, oder?
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Beitrag von segr » 11.09.2009, 13:19

Bei der Steuer angeben schon, die mindern aber nicht deinen Gewinn. Einfach gesagt darf eine Domain nicht direkt beim Kauf als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Abgeschrieben werden auch nicht.

Das ganz ist aber ein kompliziertes Thema :o

mgutt
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Beitrag von mgutt » 11.09.2009, 13:25

melanieklenk hat geschrieben:.mgutt.

Warum darf ich eine gekaufte domain nicht bei der steuer angeben? Domaineinnahmen werden doch auch versteuert?
Weil sie sich nicht abnutzt. Der BFH hat das damit begründet, dass Domains in der Regel für den gleichen Preis bzw. teurer verkauft werden, als man sie selbst eingekauft hat.

siehe:
https://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp ... m=njw.root
Zuletzt geändert von mgutt am 11.09.2009, 13:38, insgesamt 1-mal geändert.
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mgutt
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Beitrag von mgutt » 11.09.2009, 13:36

Synonym hat geschrieben:Nach der Logik kann ich auch die Tankstelle nebenan für 30.000 Euro kaufen, denn mehr verdient die in einem Jahr nicht.
Nein, da man Unternehmen nicht unter 5 Jahreseinnahmen kaufen kann. In der Regel werden dort zwischen 5 und 20 Jahre veranschlagt. Das der Internetmarkt da noch nicht ist, liegt daran, dass man ihm nicht so viel Vertrauen schenkt (hat sich aus der ersten Internetkrise ergeben).

In den USA veranschlagt man übrigens 3-7 Jahreseinnahmen. Der Schnitt liegt da eher bei 5. Das weiß ich aus zahlreichen Verhandlungen in den einschlägigen Foren.
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In dem Fall würde ich eine Analyse an Hand der Impressionen und dem möglichen Klickpreis durchführen. Gehen wir also von diesen Daten aus:
100.000 Impressionen pro Tag
2% Klickrate
15 Cent pro Klick
----------------------
300,- EUR pro Tag
9.000,- EUR pro Monat

Projektwert:
108.000 - 324.000,- EUR

Das betrifft allerdings nicht das Unternehmen Abakus. Dort werden ja eigene Einnahmen generiert. Die müsste als das Unternehmen selbst in die Bewertung einfließen.
Wieviel bringt die Seite eines Pruduktherstellers ein, der nur informiert? -> nichts
Produktherstellerseiten sind tatsächlich kaum was wert, weil es sich um Markenseiten handelt. Selbst der BFH hat sich davon distanziert, weil man einfach nicht bewerten kann, wieviel eine Domain wert sein kann, die einfach nur da ist, weil es eine Marke gibt. Sie könnte im Grunde nur zusammen mit der Marke an sich verkauft werden. Man müsste erstmal kompliziert ermitteln, wie viele Kaufentscheidungen von der Produktherstellerseite abhängen. Dann könnte man einen fiktiven Wert ermitteln, der dann aber nur beim Markenverkauf zum Zuge kommt.
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Synonym
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Beitrag von Synonym » 11.09.2009, 14:44

@mgutt

Ok, das leuchtet mir nun durchaus ein. Aber ein Problem habe ich dennoch damit. Deine Angaben bezüglich dem Forum beruhen nur auf Schätzungen bzw. eventuell durchschnittliche Werte. Das kann aber auch ganz anders aussehen.

Das Beispiel von mir war jetzt auch in einem Punkt ganz schlecht... Es ist keine eigene Entwicklung.

Was aber wenn man selber eine Software entwickelt hat. Diese das Grundsystem des Projekts ist. Dann kann man doch nicht einfach nur die normalen Einnahmen rechnen, oder? Wo bleiben denn dann die Entwicklungskosten?

Jeder Softwarehersteller berechnet doch auch seine Preise anhand der Entwicklungskosten und angestrebten Absatzmengen von X. Daraus resultiert dann der Preis des Produkte.

Wenn man das Produkt (Projekt) aber nur einmal hat, dann muss man die Entwicklung doch dort ganz mit einrechnen, oder nicht? Es kann doch eigentlich nicht sein, dass man auf seinen vorherigen Ausgaben, die man tätigen musste um überhaupt auf den aktuellen Stand zu kommen nicht auch mit in den Verkaufspreis einrechnet.

Ich meine damit jetzt auch keine Werte eventueller Marken oder so, sondern rein die Arbeit die man selber in das Projekt stecken musste.

Wenn man da mal als Beispiel nimmt:
Gewinn pro Monat: 1.500,-
Entwicklungszeit: fast 4.000 Stunden
Sonstige Aufbaukosten: 3.000 Eur

dann kann man das doch nicht für 1.500,- x 12 = 18.000 Eur verkaufen. Das wäre doch bescheuert, oder? Wie gesagt, wenn der Kauf von außen kommt und nicht, wenn man es unbedingt loswerden muss.

Schließlich hätte man dann selber ja keine laufenden Einnahmen mehr, der Kaufpreis wäre nach 12 Monaten erschöpft und das System dahinter hat man dann auch nicht mehr. Man ist also nach 12 Monaten wieder bei NULL.

Der andere steigt aber direkt mit 1.500,- Gewinn pro Monat ein. Kommt im ersten Jahr auf 0,- durch den Kauf und dann auf den reinen Gewinn ohne irgendwas dafür tun zu müssen - die Vorleistungen sind ja alle erbracht. Nur eben nicht im Kaufpreis einberechnet.

Klar können sich die Zahlen ändern, die können auf 0 sinken, sich aber auch verzigfachen. Das liegt aber doch im Einflussbereich des Käufers, nicht des Verkäufers.

Also wenn das wirklich so üblich ist, dann ist das für mich aber eine "falsche Welt" und wundert mich dann auch nicht, dass ständig derartige Übernahmeanfragen kommen. Sich in ein gemachtes Nest zu setzen ist ja einfach :roll:

jackwiesel
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Beitrag von jackwiesel » 11.09.2009, 14:48

Mir wäre neu, dass ein Projekt für mehr als einen Jahresnettoertrag weggegangen wäre - zumindest hierzulande. Bei Basicthinking wurde auch über irre Summen spekuliert. Letztendlich ist es zu knapp über einem Jahresumsatz weggegangen - obwohl dieses Sau so ziemlich durch jeden Blog, durch jedes Forum und durch ziemlich viele Offline-Medien getrieben wurde.

Anonymous

Beitrag von Anonymous » 11.09.2009, 14:55

jackwiesel hat geschrieben:Mir wäre neu, dass ein Projekt für mehr als einen Jahresnettoertrag weggegangen wäre - zumindest hierzulande.
Hmm... wie war das noch bei StudiVZ... :roll:

jackwiesel
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Beitrag von jackwiesel » 11.09.2009, 15:11

Hmm... wie war das noch bei StudiVZ...
Ja doch - dann kannste auch das Start-up erwähnen, dass Ebay in den 90ern hier aufgekauft hat. Im Multi-Millonen Bereich werden immer wieder ein paar irre Sachen passieren. Vielleicht hätte ich das in meiner Aussage ausschließen sollen. :roll:

izzak
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Beitrag von izzak » 11.09.2009, 17:08

Wenn ihr mal den Wert alleine der Domain nehmt ohne Inhalt, gerade im Bereich Type-in .tld sind da schon Unsummen möglich. Es gibt viele Projektbeispiele die Teuer gewechselt wurden. Da gabs mal ne ofizielle Übersicht, domain-spiegel.tld ca..

Wie ich am Anfang schon sagte, man kann mit einem Projekt das Erzielen, was der Interessent bereit ist zu zahlen. Sedo selber hat auch nicht mal eben Marketing.de unter 400k gekauft und das war nicht der Jahresumsatz. Branding, Zielgruppen lassen sich einige teuer bezahlen. Und wenn du Media-Daten der TV-Sender für werbeplätze siehst, sind größere Summen ja für viele Peanuts.

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