Hallo Konrad,
Konrad Wolfenstein hat geschrieben:
Verstehst Du das dann unter dem Aspekt dieser Überschrift, was ja die wesentliche Rolle der vorgeschlagenen Studie sein soll, sonst wäre es ja nicht die Überschrift: "Öffentlicher Pranger für GOOGLE-Spammer"
Zugegeben ein etwas 'reisserischer Betreff', welcher wohl auch als solcher geplant war, um Aufmerksamkeit zu bedingen, sich jedoch im eigentlichen Text als überdenkenswerte These/Einladung bestätigte.
Konrad Wolfenstein hat geschrieben: Da es kein gesetzliches Verbot gegen Spammen gibt - im Rahmen der Google Richtlinien wie unter Punkt 1 von KeepCool angesprochen, hat dann eine vermeintlich wissenschaftliche Studie das ethische Recht, Menschen an den Pranger zu stellen? Denn nichts anderes besagt Punkt 4.
Ich meine es geht weder um Ethik, Moral oder Legailität im Sinne einer wissenschaftlichen Studie. Gerade das zeichnet sie aus. Und vergessen wir bitte nicht, dass Spam in Suchmaschinen in einer kommerziellen Tätigkeit fundiert ist, welche genau auf die Öffentlichkeit abgestimmt ist. Es spielt z.B. keine Rolle, ob Du mir 'legal' auf jeder Seite einer Suchmaschine entgegen den Wünschen des Dienstleisters Dein Handelsangebot für Handys oder meinetwegen Penisvergösserungen aufbinden kannst. Du (und ich meine jetzt nicht gerade 'Dich', sondern eher 'jeden') handelst im geschäftlichen/gewerblichen Verkehr mit der _Öffentlichkeit_. Wer sollte mir das Recht verwehren wollen oder dürfen zu wissen, wer mit mir eine kommerzielle Transaktion/Vermittlung, sei es direkt oder indirekt, durchführen möchte? Niemand! Das ist mein Recht dies zu wissen, ggf. zu prüfen und es ggf. folglich auch anderen 'Konsumenten' mitteilen zu dürfen. Das hat _nichts_ mit 'Pranger' zu tun. Und wenn Du Spam ohnehin als rechtschaffen und legal verstehst, warum sollte Dich das stören? Die Sorge vor einem mutmasslichen 'Pranger' impliziert ja schon fast ein Eingeständniss irgendwelcher 'Schuldgefühle'. Was irgendeine 'Tante Erna' wiederum mit ihrer riesigen D..do-Sammlung privat macht ist ihre Sache und das geht jeden einen feuchten Dreck an. Wehe dem jedoch, der sie dafür an den Pranger stellen möchte. Zwischen Spam, kommerziellem Wesen in der Öffentlichkeit und 'Tante Erna' liegen jedoch Welten!
Konrad Wolfenstein hat geschrieben:Vermisse auch hier die genaue Definition: was ist Spam? Gelten nur die Google Richtlinien? Fallen nicht dann einige durch das Raster?
Die 'genaue Definition' wird es wie bei Email-Spam nie geben. Warum? Weil Spam über die Jahre, wenngleich in ihrem letztlichen Begehren der Urheber sehr konstant, sehr wohl jedoch in ihrer Form der Präsentation/Ausführung über die letzten Jahre entwicklungsgeprägt ist. Du, ich und jeder hier im Forum erkennt Spam jedoch zumindest in seinen grundsätzlichen Zügen. Die Flucht ins Detail ändert auch nicht das Gesammtbild, noch impliziert ein womöglicher eindeutiger Fehler oder Fragwürdigkeit im Detail, dass somit das ganze Konzept 'Spam' als hinfällig zu verstehen wäre. Im Sinne dieser Studie werden wohl die Hinweise vom Dienstleister Google herangezogen. Ob sie im Detail womöglich Fragwürdigkeiten aufweisen bzw. 'interpretativen Spielraum' gewähren spielt keine Rolle. Die Studie muss auf etwas aufbauen. Mir ist keine wissenschaftliche Studie nebenher bekannt, welche im Basisansatz bis ins letzte Detail ohne Fragwürdigkeiten oder Spielraum ausgestattet war/ist. Ebenso können die letztlichen Folgerungen aus jeglicher Studie nie als 100% angesehen werden. Nothing ist perfect!
Konrad Wolfenstein hat geschrieben:Also was die Kommentare hier im Thread betrifft, so lese ich hieraus, dass es mehr um die zweideutige Rolle von KeepCool geht, wie ich sie u.a. auch ausführlich auf Seite 1 dieses Threads aufgelistet habe.
Ich kenne weder 'keep cool' oder Dich. Dass 'keep cool' nicht auf den Kopf gefallen ist, meine ich jedoch deutlich erkennen zu können. Ob er eine 'hidden agenda' in der Hosentasche bei Dieser Sache hat oder nicht, kann ich nicht abschätzen. Ich tippe wie Du rein aus dem Bauch heraus: Ja. Vielleicht ist er ja selbst der fetteste Spammer überhaupt und hat ein Deal in der Hosentasche, dass er selbst bei Mithilfe in der Studie nicht erwähnt wird?

Dies ist jedoch (für mich zumindest) eher belanglos in der grundsätzlichen Analyse der präsentierten Studienerwägung. Mir egal ob alle, ein Dutzend oder meinetwegen fünf Spammer herangezogen werden würden, solange sich letztlich eine sinnvolle, wissenschaftlich fundierte Studie erhoffen lassen könnte.
*1. An den Pranger stellen.*
S.o.
*2. Google Richtlinien allein reichen bei weiten nicht, zuviele fallen da durch. *
S.o. . Beim Aufbau einer Studie muss auf einem 'sub set' angenommener 'Gegebenheiten' aufbauen. Warum nicht Google - selbst wenn sich mutmassliche 'Lücken' finden lassen.
*3. Kompetenz. Wer ist Integer und besitzt die Kompetenz eine unabhängie Instanz darzustellen, das die ethischen Richtlinien festhält? Ich jedenfalls nicht, aber KeepCool auch nicht. Und einge weitere mehr werden es auch sein.*
S.o. Es geht in diesem Fall nicht um 'Ethik' (obwohl dieser Aspekt auch interessant ist
Grüsse
John